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CouchSurfing.org: Datenschutz Fehlanzeige

Für das Reiseportal CouchSurfing.org gelten neue Nutzungsbedingungen, die auf scharfe Kritik von Datenschützern stoßen. „Sie erlauben es den Betreibern, private Daten wie Namen, Alter, Anschriften, Telefonnummern, persönliche Interessen sowie Fotos der rund 4,8 Millionen Mitglieder künftig an Dritte weiterzugeben und unbegrenzt, für alle Zeit, kostenlos und ungefragt zu verwenden“, berichtet zeit-online am 14. September 2012. Außerdem behielte sich CouchSurfing vor, seine AGB und Datenschutzbestimmungen jederzeit ändern zu können, ohne seine Nutzer darauf hinzuweisen. Nach zahlreichen Beschwerden hat der Bundesbeauftragten für Datenschutz, Peter Schaar die Initiative ergriffen, weil diese Bedingungen gegen deutsches und europäisches Datenschutzrecht verstoßen. Das Problem: Da der  Betreiber der Plattform Couchsurfing seinen Sitz in den USA hat, ist deutsches Datenschutzrecht nicht zuständig. Schaar blieb deshalb allein die Möglichkeit, die zuständige US-Handelsbehörde FTC auf die Missstände aufmerksam zu machen, um so Druck auszuüben. Der Fall macht erneut deutlich, wie wichtig die geplante neue europäische Datenschutzverordnung ist. Danach sollen die in jedem europäischen Land geltenden Datenschutzgesetze überall dort gelten, wo der jeweilige Dienst angeboten wird – kurz in Deutschland würde danach auch für Couchsurfing deutsches Datenschutzrecht gelten. CouchSurfing ist laut Wikipedia ein kommerzielles, aber kostenloses, internetbasiertes Gastfreundschaftsnetzwerk. Die Mitglieder nutzen die Website, um eine kostenlose Unterkunft auf Reisen zu finden, selbst eine Unterkunft oder auch anderes anzubieten, wie beispielsweise einem Reisenden die Stadt zu zeigen.