Datenpannen kosten Unternehmen Millionen

Die Kosten, die Unternehmen durch Datendiebstahl entstehen, gehen mittlerweile in die Millionen. Dies stellte das Ponemon-Institut in einer von IBM finanziell unterstützten Studie fest. Muss ein Unternehmen in Europa die Schäden, die durch eine Datenpanne entstehen, beheben, dann beläuft sich der Schaden im Schnitt auf 3, 2 Millionen Euro, in USA sind es 3, 8 Millionen.  Jeder verlorene Datensatz in Deutschland hat einen Wert von 211 Dollar, in den USA von 217. Der weltweite Durchschnitt für das Beseitigen von Schäden liegt bei 154 Dollar für einen Datensatz.

Außerdem hat sich herausgestellt, dass Unternehmen länger brauchen als vermutet, um zum Beispiel einen Hackerangriff überhaupt zu bemerken: Im Schnitt 256 Tage. Verluste durch Anwenderfehler hingegen machen sich schon nach etwa 158 Tagen bemerkbar. Laut Gerd Rademann, Business Unit Executive, IBM Security Systems DACH, nehmen Cyberattacken stetig zu und werden immer raffinierter. Die Konsequenzen für die Unternehmen sind steigende Kundenfluktuation und sinkende Umsätze. Darüber hinaus entstehen immense Kosten für die Behebung der Datenpannen sowie steigenden Personalaufwand für das Krisenmanagement.

Derk Fischer, Datenschutzexperte bei Pricewaterhouse Coopers (pwC), konstatiert ebenfalls, dass es in der Realität Unternehmen an Konzepten und technischen Systemen fehlt, um mit derartige Datenpannen umzugehen. „Unternehmen schätzen ihre Gefährdung und Sicherheitslage oft nicht richtig ein“, meint er.