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Facebook: Klarnamenzwang rechtsgültig

Facebook kann weiterhin von seinen Nutzern verlangen, bei der Registrierung ihre echten Namen anzugeben und Konten gegebenenfalls sperren. Das zeigt deutlich, wie es um die Wirksamkeit von Normen in Deutschland steht, die Datenschutz bewirken sollen.  Der Fall ist ein Musterbeispiel, dass die deutschen Datenschutzgesetze bei Internetangeboten aus dem Ausland oft nicht greifen und daher nicht ausreichend schützen können.

In Deutschland gibt es lt. § 13 Abs. 6 des Telemediengesetzes das Recht auf pseudonymes Auftreten gegenüber den Telemedien. Wenn Normen wie diese für die am meisten genutzten Dienste nicht greifen, müssen sich Unternehmen und Privatpersonen bis auf weiteres selber schützen. Datensparsamkeit ist insbesondere bei Internetangeboten ratsam, deren Geschäftsmodell auf der Verwertung der erhobenen Daten beruht. Den wichtigsten Kommunikationsmedien, wie Social Media, Chat und E-Mail kann man jedoch nicht ausweichen. Daher sind technische Lösungen notwendig, die eine ebenso einfache Kommunikation ermöglichen, jedoch die Privatgeheimnisse wirksam schützen.