IoT vs Datenschutz: Hilft die Sealed Cloud?

Das Internet der Dinge (Internet of Things – IoT) wird unser Leben ebenso nachhaltig verändern wie das World Wide Web: Bis 2020 sollen rund 200 Milliarden Dinge – Maschinen, Produkte und Sensoren – vernetzt sein und dabei automatisch Unmengen an Daten erfassen, auswerten, miteinander verknüpfen und im Netzwerk verfügbar machen. Doch wie steht es dabei mit dem Datenschutz?

Um eine sichere, rechtskonforme Datenübertragung und -verarbeitung im IoT gewährleisten zu können, braucht es zunächst eine geeignete Plattform. Diese steht mit der international patentierten Sealed Cloud Technologie des Münchner TÜV SÜD-Partners Uniscon bereit. Die Sealed Cloud erfüllt umfangreiche Compliance-Anforderungen und bildet so die Basis für Sealed-Computing-Lösungen wie Sealed Analytics. Damit ist es möglich, datenschutzkonforme Big-Data-Analysen in einem technisch versiegelten Rechenzentrum durchzuführen.

Regeln alleine reichen nicht

„Gerade bei sensiblen Daten braucht es nicht nur klare Regeln, um Missbrauch und Manipulationen auszuschließen. Stattdessen muss technisch sichergestellt sein, dass die gesetzlichen Regularien eingehalten werden“, erklärt Dr. Hubert Jäger, CTO der Uniscon GmbH. „Mit Sealed Analytics lassen sich die erhobenen personenbezogenen Daten anonym übertragen, speichern und verarbeiten, ohne dabei Datenschutzrechte zu verletzen, sowie Ergebnisse ermitteln, die ebenfalls rein anonym sind.“

Die Anwendungen sind vielfältig, so Dr. Dirk Schlesinger, Chief Digital Officer der TÜV SÜD AG: „Von der Auswertung von Videodaten im öffentlichen Raum, der sicheren Verarbeitung von persönlichen Daten in der Medizin über Anwendungen in der Versicherungswirtschaft bis hin zur Verarbeitung von Fahr- und Fahrzeugdaten bei autonomen Automobilen – alles hochsicher und selbstverständlich unter Berücksichtigung der Privatsphäre“. Dem Siegeszug von Cloud-Lösungen auch in sensiblen Bereichen stünde demnach nichts mehr im Wege.

Big Data im Auto

Als Beispiel einer möglichen IoT-Anwendung nennt Dr. Hubert Jäger das Forschungsprojekt CAR-BITS.de, das Uniscon gemeinsam mit der Continental Automotive GmbH, dem Fraunhofer Institut AISEC und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg entwickelt hat. Das Projekt ermöglicht, Sensordaten, die über das Auto ermittelt werden, datenschutzgerecht auszuwerten und verschiedenen Anwendungsbereichen anonym zur Verfügung zu stellen – beispielsweise zur Ermittlung des Straßenzustandes oder von stehenden Hindernissen.

 

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