Wie US-Spionage im 21. Jahrhundert funktioniert

Der US-Geheimdienst hat der Wiener Zeitung und anderen Medienberichten zufolge direkten Zugang zu den Computersystemen von etwa neun der führenden Internet-Konzerne des Landes. Demnach greift der Geheimdienst auf private E-Mails, Fotos, Videos, Dokumente und Audio-Dateien zu. Laut der Wochenzeitung „The Week“ werden die Daten von mindestens 50 US-Unternehmen gesaugt – darunter auch Kreditkartenunternehmen.

Dabei muss der Geheimdienst die Unternehmen nicht ausspionieren. Wie die „Washington Post“ am Donnerstag berichtete, arbeiten die Unternehmen Microsoft (seit 2007), Yahoo, Google, Facebook, dem Chatprogramm PalTalk, AOL, Skype, YouTube und Apple (seit 2012) wissentlich als Teil des PRISM-Programms mit dem Nachrichtendienst NSA und dem FBI zusammen. Der Speicherdienst Dropbox solle „in Kürze“ dazustoßen. In ersten Stellungnahmen wiesen mehrere der Konzerne den Vorwurf zurück, direkten Zugang zu ihren Servern zu gewähren. Apple ließ ausrichten, man habe noch nie von PRISM gehört.

Aufgedeckt wurde das alles von Edward Snowden, einem System-Analysten der National Security Agency (NSA). In einem Video nimmt er Stellung dazu, warum er sich zu diesem Schritt entschlossen hat.